Zwischen Dürre und Energiewende: Was Agri-PV für die Landwirtschaft leisten kann

Der Klimawandel stellt die Landwirtschaft in Deutschland vor grundlegende Herausforderungen. Besonders in Brandenburg häufen sich Frühjahrstrockenheiten, Sandböden verlieren zunehmend ihre Wasserspeicherfähigkeit, und klassische Anbaustrategien stoßen an ihre Grenzen. Agri-PV bietet einen vielversprechenden Ansatz, um landwirtschaftliche Flächen widerstandsfähiger zu machen – ohne sie der Nahrungsmittelproduktion zu entziehen.

Doppelte Nutzung, einfaches Prinzip

Bei der Agri-PV werden Solarmodule mindestens vier Meter über dem Acker installiert. Die Fläche bleibt vollständig landwirtschaftlich nutzbar: Maschinen können darunter arbeiten, Pflanzen wachsen, Tiere grasen. Oben wird Strom erzeugt, unten wird geerntet. Entscheidend ist dabei nicht nur die doppelte Flächennutzung, sondern der direkte Beitrag zur Klimaresilienz: Die Beschattung durch die Module reduziert die Verdunstung um bis zu 40 Prozent – ein signifikanter Vorteil in Regionen, in denen Frühjahrstrockenheit inzwischen zur wiederkehrenden Belastung geworden ist. Erste Versuche zeigen, dass schattenverträgliche Kulturen wie Kartoffeln, Kräuter oder Waldstaudenroggen unter den Modulen stabile oder verbesserte Erträge erzielen können.

Forschung als Grundlage

Am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg wird in einem Reallabor systematisch untersucht, welche Kulturen und Anbaustrategien unter Agri-PV-Anlagen langfristig wirtschaftlich tragfähig sind. Prof. Klaus Müller, der die Versuche leitet, sieht in der Technologie eine notwendige Antwort auf den strukturellen Wandel:

„Wir müssen zukünftig mit häufiger Frühjahrstrockenheit rechnen. Die Frage ist nicht mehr, ob das kommt – sondern wie man damit wirtschaftet." – Prof. Klaus Müller, ZALF

Die Ergebnisse aus Müncheberg liefern eine wichtige Grundlage: Auf rund 0,7 Hektar Modulfläche produziert die Anlage etwa 600.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr – Energie, die direkt vor Ort genutzt werden kann und Betriebe unabhängiger von externen Preisschwankungen macht. Landwirt Benjamin Meise, der Testflächen für das Reallabor zur Verfügung stellt, beschreibt die wirtschaftliche Realität vieler Betriebe:

„Mit klassischem Getreide haben wir hier Jahre, da arbeiten wir am Limit. Die PV-Anlage gibt eine Grundsicherung." – Benjamin Meise, Landwirt

Handlungsbedarf auf politischer Ebene

Die technologischen Voraussetzungen für eine breite Anwendung von Agri-PV sind gegeben. Was fehlt, sind verlässliche rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Ungeklärte steuerliche Fragen, unsichere Förderstrukturen und blockierte Reformen erschweren langfristige Investitionsentscheidungen – dabei laufen Agri-PV-Anlagen typischerweise über 20 bis 30 Jahre.

„Es gibt ein großes Interesse, auch aus der Politik. Aber Agri-PV muss vom Ausnahmefall zur Regelanwendung werden, sonst bleibt es eine Nischenlösung." – Prof. Klaus Müller, ZALF

Den vollständigen Artikel von rbb24 lesen: https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2026/03/agri-photovoltaik-solar-landwirtschaft-klimawandel-brandenburg-zalf.html

Agri-PV als Klimaanpassungsstrategie: Was die Wissenschaft sagt

Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) hat im März 2026 eine Stellungnahme zur Wirtschaftlichkeit von Agri-Photovoltaik veröffentlicht – und warnt ausdrücklich vor vorschnellen Urteilen. Besonders mit Blick auf den Klimawandel liefern die Forscher überzeugende Argumente für die Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen.

Mehr als ein Kostenvergleich

In der aktuellen Debatte wird Agri-PV häufig allein an den Stromgestehungskosten gemessen – und dabei mit klassischen Freiflächenanlagen verglichen. Das ZALF hält diesen Ansatz für grundlegend unzureichend. Agri-PV ist ein integriertes Produktionssystem, das landwirtschaftliche Wertschöpfung und Energieerzeugung miteinander verbindet. Eine seriöse Bewertung muss daher zwingend die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft, unterschiedliche Geschäftsmodelle sowie die gesellschaftliche Akzeptanz einbeziehen.

Klimawandel macht Agri-PV zur Notwendigkeit

Der vielleicht wichtigste Aspekt der Stellungnahme betrifft die Klimaresilienz: Mit zunehmender Frühjahrstrockenheit gewinnt ein zentraler Effekt von Agri-PV-Anlagen erheblich an Bedeutung – die Reduzierung der Verdunstung durch die Beschattung der Solarmodule.

Mehrjährige Felduntersuchungen mit Winterweizen in Südwestdeutschland belegen, dass Agri-PV-Systeme durch veränderte Mikroklimabedingungen und verringerte Evapotranspiration den pflanzenphysiologischen Dürrestress signifikant mindern – insbesondere in trockenen Jahren. Das stabilisiert die Erträge und sichert die landwirtschaftliche Produktion langfristig ab.

Besonders relevant ist dieser Effekt an Standorten mit hoher Bodenqualität, aber geringer Wasserverfügbarkeit – wie etwa in der Magdeburger Börde im Regenschatten des Harzes. Hier könnte Agri-PV künftig sogar eine Voraussetzung für rentable Agrarproduktion darstellen.

Ein weiterer klimatischer Vorteil: Agri-PV-Anlagen wirken als Windbrecher und reduzieren damit gleichzeitig das wachsende Risiko der Winderosion – ein Problem, das durch zunehmende Wetterextreme an vielen Standorten in Deutschland relevant wird.

Synergien, die den Unterschied machen

Das ZALF betont, dass eine vollständige Bewertung von Agri-PV sämtliche Synergien zwischen Landwirtschaft und Energieerzeugung berücksichtigen muss. Dazu gehören die betriebliche Resilienz gegenüber zunehmender Witterungsvariabilität, positive Auswirkungen auf Biodiversität und Landschaftsbild, neue Produktionsmöglichkeiten in den geschützten Bereichen unter den Modulen – etwa für Arzneipflanzen oder andere Spezialkulturen – sowie die Erschließung zusätzlicher Einkommensquellen für Landwirte.

Gesellschaftliche Akzeptanz als Standortvorteil

Die Forschungsergebnisse des ZALF zeigen: Die Bevölkerung und Fachleute aus Landwirtschaft, Politik und Planung bewerten Agri-PV deutlich positiver als reine Freiflächenanlagen. In einer repräsentativen Befragung waren 44 % der Deutschen bereit, für Strom aus Agri-PV einen Aufpreis zu zahlen – gegenüber nur 29 % bei konventionellen Freiflächenanlagen.

Die gesellschaftliche Erwartung ist klar formuliert: Kein Entweder-oder zwischen Energieerzeugung und Landwirtschaft, sondern eine integrative Lösung, die Klimaschutz, Einkommensdiversifizierung und Ernährungssicherung miteinander verbindet. Projekte, die lokale Wertschöpfung schaffen und die betroffenen Gemeinden einbinden, werden dabei besonders positiv bewertet.

Fazit

Die ZALF-Stellungnahme macht deutlich: Wer Agri-PV nur als teurere Variante der Freiflächenanlage betrachtet, greift zu kurz. Angesichts zunehmender Trockenheit, Winderosion und Ertragsrisiken durch den Klimawandel entwickelt sich Agri-PV zunehmend von einer Option zu einer strategischen Antwort auf die Herausforderungen der modernen Landwirtschaft.


Zum vollständigen Stellungnahme:
https://www.zalf.de/de/aktuelles/DokumenteMeldungen/PB2/2026_03_06_Stellungnahme_Agri-PV.pdf

Agri-PV: Mehr als nur Strom vom Acker

Agri-PV verbindet Solarenergie und Landwirtschaft auf ein und derselben Fläche – und gewinnt als Lösung für die Herausforderungen unserer Zeit zunehmend an Bedeutung. Das Forschungszentrum Jülich forscht intensiv zu diesem Thema. Im aktuellen Interview erläutern Dr. Matthias Meier-Grüll und Doktorandin Chantal Kierdorf, warum Agri-PV weit mehr bietet als reine Stromproduktion.

Doppelnutzung statt Flächenverlust

Bei Agri-PV-Anlagen werden Solarmodule so aufgestellt, dass darunter oder dazwischen weiterhin Landwirtschaft möglich bleibt – ob Ackerbau, Obstanbau oder Gemüseproduktion. Die Fläche geht also nicht verloren, sondern wird doppelt genutzt. In Zeiten von Klimawandel, Energiekrise und wachsender Flächenkonkurrenz ist das ein entscheidender Vorteil. Hinzu kommen weitere Synergien: Die Module spenden Schatten, schützen vor Hagel und Starkregen, helfen Wasser im Boden zu halten und fördern die Biodiversität.

Kosten im Kontext betrachten

Eine viel diskutierte Studie des Thünen-Instituts kommt zum Schluss, dass Agri-PV im Vergleich zu klassischen Photovoltaik-Freiflächenanlagen derzeit teurer ist. Doch wie Chantal Kierdorf betont, greift ein reiner Stromkostenvergleich zu kurz. Die Studie basiert auf Kostendaten aus dem Jahr 2023 – seitdem sind die Preise bereits gesunken. Außerdem ist Agri-PV eine junge Technologie, die noch am Anfang ihrer Lernkurve steht, während klassische Freiflächenanlagen seit Jahren optimiert werden.

Entscheidend sind die Zusatznutzen: Die landwirtschaftliche Fläche bleibt erhalten und trägt weiter zur regionalen Lebensmittelversorgung bei. Agri-PV-Anlagen können die Stromerzeugung gleichmäßiger über den Tag verteilen und so das Stromnetz entlasten. Betriebe können den Strom direkt selbst nutzen. Und da der landwirtschaftliche Flächenstatus erhalten bleibt, können steuerliche Vorteile entstehen.

Was Agri-PV jetzt braucht

Damit Agri-PV schneller günstiger wird, braucht es vor allem mehr Praxisprojekte. Wie Dr. Meier-Grüll erklärt, kennt man diesen Effekt aus der klassischen PV: Je mehr Anlagen gebaut werden, desto weiter sinken die Kosten durch Standardisierung und technische Weiterentwicklung. Eine gezielte Förderung in der Aufbauphase – die gemessen am gesamten EEG-Volumen überschaubar wäre – kann diesen Hochlauf beschleunigen.

Parallel dazu begleitet die Forschung kommerzielle Projekte wissenschaftlich, um zu verstehen, welche Pflanzen mit welchen PV-Systemen am besten harmonieren. Erste Ergebnisse zeigen, dass bestimmte Kombinationen sowohl die Strom- als auch die Ernteerträge verbessern können.

Fazit

Agri-PV ist mehr als eine Nischentechnologie – es ist ein vielversprechender Ansatz für die nachhaltige Flächennutzung der Zukunft. Wer die Technologie nur über den Strompreis bewertet, verkennt ihr volles Potenzial für Landwirtschaft, Energiesystem und regionale Wertschöpfung.


Zum vollständigen Interview:
https://www.fz-juelich.de/de/aktuelles/news/pressemitteilungen/2026/agri-pv-mehr-als-nur-strom-vom-acker

Agri-PV im Kostenvergleich: Warum der Blick auf die Stromgestehungskosten allein nicht reicht

Agri-PV wird in der öffentlichen Debatte häufig auf ihre Stromgestehungskosten reduziert – dabei greift diese Betrachtung zu kurz. Als Mitglied im Verband für nachhaltige Agri-PV (VnAP) unterstützen wir die aktuelle Stellungnahme des Verbands, die zeigt, warum Agri-PV wirtschaftlich wettbewerbsfähig ist und welche gesellschaftlichen Mehrwerte bei einer isolierten Kostenbetrachtung übersehen werden.

Agri-PV ist wettbewerbsfähig

Moderne Agri-PV-Systeme erzeugen Strom für 5 bis 12 ct/kWh – damit liegen sie auf dem Niveau anderer erneuerbarer Energien und deutlich unter den Kosten fossiler Kraftwerke. Die höheren Kostenwerte, die in aktuellen Studien auftauchen, betreffen vor allem Forschungsanlagen und hochspezialisierte Systeme für Sonderkulturen wie Obst oder Gemüse. Diese Anlagen sind aufgrund kleiner Stückzahlen und besonderer Anforderungen naturgemäß teurer – sie repräsentieren jedoch nicht den Stand der Technik für den breiten Markteinsatz. Kosteneffiziente Varianten wie vertikal aufgeständerte Anlagen oder einachsige Tracking-Systeme sind hingegen bereits heute wirtschaftlich betreibbar. Zudem ist zu erwarten, dass steigende Stückzahlen durch Lernkurveneffekte – wie bei der Freiflächenphotovoltaik vor einigen Jahrzehnten – zu deutlich sinkenden Kosten führen werden.

Mehr als Stromerzeugung

Eine rein auf Stromgestehungskosten ausgerichtete Bewertung wird der Technologie nicht gerecht. Agri-PV verbindet Energie- und Nahrungsmittelproduktion auf derselben Fläche – ein entscheidender Vorteil angesichts der wachsenden Flächenkonkurrenz in Deutschland. Täglich gehen hierzulande rund 55 Hektar Agrarland für Siedlung und Verkehr verloren, während der PV-Ausbau bis 2040 schätzungsweise 280.000 Hektar benötigt. Agri-PV löst diesen Konflikt durch intelligente Mehrfachnutzung, statt Flächen gegeneinander auszuspielen.

Darüber hinaus bieten Agri-PV-Systeme konkrete Vorteile für landwirtschaftliche Betriebe: Schutz vor Hagel und Hitzestress, geringerer Bewässerungsbedarf durch reduzierte Verdunstung und ein verbessertes Mikroklima, das Erträge stabilisiert. Besonders Ost-West-ausgerichtete und getrackte Systeme produzieren Strom gezielt in nachfragestarken Zeiten – morgens und abends –, was die Netzauslastung verbessert und Speicherbedarf reduziert. Nicht zuletzt ermöglicht Agri-PV landwirtschaftlichen Betrieben, direkt an der Energiewende teilzuhaben: durch zusätzliche Einkommensquellen, langfristige Planungssicherheit und eine stärkere Verankerung der Energiewende im ländlichen Raum.

Förderung im richtigen Verhältnis

Diese gesellschaftlichen Leistungen werden in klassischen LCOE-Berechnungen nicht abgebildet – dabei haben sie einen messbaren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wert. Auch die Förderperspektive relativiert die Kostendiskussion: Bei vollständiger Umsetzung des geplanten Ausschreibungsvolumens entstünden im EEG jährliche Mehrkosten von rund 89 Millionen Euro für Agri-PV – das entspricht lediglich 0,4 Prozent des EEG-Budgets. Zum Vergleich: Der geplante Ausbau neuer Gaskraftwerke bis 2030 erfordert Investitionen von bis zu 32 Milliarden Euro.

Eine gezielte Förderung von Agri-PV in dieser Entwicklungsphase ist deshalb sinnvoll: um Skaleneffekte zu erschließen, Systemkosten zu senken und eine Technologie zu etablieren, die mehrere gesellschaftliche Ziele gleichzeitig adressiert.

Der VnAP hat dazu eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht, die wir als Mitgliedsunternehmen ausdrücklich unterstützen.
Die vollständige Stellungnahme des VnAP ist hier abrufbar:
https://vnap.org/wp-content/uploads/2026/02/Stellungnahme-Agri-PV-im-Kostenvergleich-1.pdf

Agrivoltaics Lecture Series: Forschung und Praxis im Austausch

Die Agrivoltaics Lecture Series bietet eine Plattform, auf der nationale und internationale Expert:innen aus Forschung, Wirtschaft, Politik und Landwirtschaft zentrale Fragen rund um die Agri-PV beleuchten. Die Online-Reihe wird vom Fraunhofer ISE gemeinsam mit dem Verband für nachhaltige Agri-PV (VnAP) organisiert, mit dem Ziel, Forschung und Praxis enger zusammenzubringen und das Potenzial der Agri-PV sichtbar zu machen.

Die Agrivoltaics Lecture Series findet jeden Donnerstag von 13:00 bis 14:00 Uhr statt. Nach dem Vortrag der Expert:innen haben Teilnehmende die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich aktiv an der anschließenden Diskussion zu beteiligen.

Im Mittelpunkt stehen nicht nur die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern auch die praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung von Agri-PV-Projekten. So entsteht ein wertvoller Austausch zwischen Forschung, Politik, Wirtschaft und Landwirtschaft, der zur Weiterentwicklung dieser zukunftsweisenden Technologie beiträgt.

Die Agrivoltaics Lecture Series richtet sich an alle, die sich mit den Chancen und Herausforderungen der Agri-PV beschäftigen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://agri-pv.org/de/veranstaltungen-und-netzwerk/agrivoltaics-lecture-series/

Spatenstich für Deutschlands größtes Agri-PV-Projekt mit Ackerbau

Vor den Toren Berlins ist der Startschuss für ein Projekt gefallen, das Landwirtschaft, Energie und Naturschutz auf einzigartige Weise verbindet. Mit dem Spatenstich in Schönefeld beginnt der Bau von Deutschlands derzeit größtem Agri-Photovoltaik-Projekt mit Ackerbau.

Das Leuchtturmvorhaben vereint Landwirtschaft, erneuerbare Energien, Forschung, Biodiversität und gesellschaftliche Teilhabe.  Mit einer geplanten Gesamtleistung von rund 48 MWp können umgerechnet etwa 16.500 Haushalte mit Ökostrom versorgt und jährlich 21.500 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Eigentümerin des Agri-PV-Projekts ist der Investmentfonds klimaVest, ein Privatanlegerfonds der Commerzbank-Tochter Commerz Real, der europaweit gezielt in Infrastrukturprojekte der Energiewende investiert. Goldbeck Solar ist das zuständige EPC-Unternehmen (Engineering, Procurement und Construction), welches das Projekt baut. Der Standort liegt in der Gemeinde Schönefeld in Brandenburg. Die Standortflächen befinden sich im Eigentum der Berliner Stadtgüter.

Richard Härtel, COO der Elysium Solar GmbH:
„Mit dem Agri-PV-Leuchtturmprojekt in Schönefeld zeigt Elysium mit seinen Partnern, wie der Markthochlauf von großflächiger Agri-PV in Deutschland gelingen kann. Unsere ganzheitliche Projektentwicklung aus Solarenergie, biologischer Landwirtschaft mit Begleitforschung sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität und regionaler Teilhabe auf derselben Fläche setzt dabei neue Maßstäbe für Akzeptanz bei der Energie- und Agrarwende.“

Agri-PV News: Jetzt mitmachen und sich für Agri-PV-Flächen in Selchow bewerben!

Gemeinsam mit unserem Partner, der Berliner Stadtgüter GmbH, entwickeln wir Agri-PV-Flächen in Selchow, südlich des Flughafens BER.

Die Berliner Stadtgüter GmbH hat eine Ausschreibung veröffentlicht, die Landwirten die Möglichkeit bietet, Flächen unter Agri-Photovoltaikanlagen zu pachten und zu bewirtschaften. Gebote können ohne Frist eingereicht werden.

Nutzen Sie diese Gelegenheit, um nachhaltige Landwirtschaft mit Solarenergie zu verbinden und aktiv zur Energiewende beizutragen.

Auf der Webseite der Berliner Stadtgüter GmbH finden Sie weitere Informationen zur Ausschreibung der Agri-PV-Flächen in Selchow (Link)

Werden Sie Teil dieses zukunftsweisenden Projekts!

SynAgri-PV mit Elysium Solar auf der Grünen Woche 2025!

Wir sind mit unseren SynAgri-PV Partnern auf der Grünen Woche 2025 vertreten!

Besucht uns an Stand A11.2 in Halle 23a und lasst uns gemeinsam über innovative Agri-PV Lösungen sprechen.

🎮 🚜 Besonders spannend: Wir bringen unseren virtuellen Agri-PV Demonstrator mit und machen verschiedene Varianten von Agri-PV vor Ort auf der Grünen Woche interaktiv erlebbar!

Wir freuen uns auf inspirierende Gespräche und sehen uns dort!
🌍🤝

#GrüneWoche2025 #SynAgriPV #forschung #agripv #elysiumsolar

SynAgri-PV Forschungsprojekt entwickelt virtuellen Agri-PV Demonstrator

Wir freuen uns, dass der interaktive Agri-PV-Demonstrator, der im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes "SynAgri-PV" mit unserer Beteiligung entwickelt wurde, nun fertig ist! 🌱🌞

Gemeinsam mit dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, der Technische Universität Dresden und dem SynAgri-PV Forschungskonsortium haben wir einen Agri-PV Demonstrator entwickelt, der verschiedene innovative Agri-PV Lösungen für eine Vielzahl landwirtschaftlicher Nutzungsformen zeigt.

Auf diese Weise kann die Vielfalt von Agri-PV zum ersten Mal interaktiv erlebbar gemacht werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://nachrichten.idw-online.de/2024/06/17/agri-photovoltaik-in-3d-erlebbar?groupcolor=4

Verband für nachhaltige Agri-PV betont die Chancen der Agri-PV für die Landwirtschaft und die regulatorischen Erfordernisse

Am 07.02.24 fand in Berlin die erste Klausurtagung des Verbands für nachhaltige Agri-PV (VnAP) statt, an der wir als Gründungsmitglied teilnahmen. Der VnAP setzt sich mit Nachdruck für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Agri-PV ein. Diese soll durch die Verwendung unterstützender Technologien die Landwirtschaft fördern und gleichzeitig die Akzeptanz für erneuerbare Energien in der Gesellschaft erhöhen.

Die interdisziplinären Teilnehmer der Tagung aus Landwirtschaft, Umweltschutz, Energiewirtschaft, Recht und Wissenschaft waren sich einig, dass die Landwirtschaft vor großen Herausforderungen steht. Neben den steigenden Anforderungen an die Produktion stehen Landwirte vor der Aufgabe, ihre Betriebe mit Rücksicht auf Klimaschutz und Biodiversität zu gestalten, während sie gleichzeitig mit unsicheren Ernteerträgen und ausfallenden Subventionen konfrontiert sind.

In diesem Kontext betont der VnAP die Bedeutung der Agri-PV als multifunktionalen Lösungsansatz und fordert eine verstärkte Integration dieser Technologie in die Agrarpolitik. Gleichzeitig warnt der Verband vor einer unzureichenden Regulierung, die es der Energiewirtschaft ermöglichen könnte, konventionelle PV-Konzepte unter dem Deckmantel der Agri-PV auszurollen, was langfristig die landwirtschaftliche Primärproduktion gefährden könnte. Zum Schutz der Landwirtschaft und für die dauerhafte Akzeptanz der Agri-PV sind daher eine strikte Regulierung und eine nachhaltige Partizipation der Landwirtschaft notwendig.

Unser gemeinsames Ziel ist es, uns in diesem Prozess aktiv einzubringen und konstruktiv an der weiteren Ausgestaltung mitzuwirken!

Mehr Infos unter: https://www.iwrpressedienst.de/energie-themen/pm-8039-verband-fuer-nachhaltige-agri-pv-betont-die-chancen-der-agri-pv-fuer-die-landwirtschaft-und-die-regulatorischen-erfordernisse